Blog

« Blog Übersicht

Was sind sichere Passwörter?

21. Juni 2012 - 21:42 Uhr

Sichere Passwörter

Ein großes Risiko das immer wieder zu Datenschutz Problemen führt sind unsichere Passwörter. Sehr beliebt sind “Internet”, Namen von Städten mit denen sich der Anwender eng verbunden fühlt, das eigene Geburtsdatum oder der Name des Partners, eines Kindern oder des Haustieres.

Die Folge: Der Zugang lässt sich sehr einfach knacken, denn Angreifer gehen oft mit sogenannten Wörterbuchangriffen (engl.: dictionary attack) auf Datenklau. Dabei verwenden sie Software, die auf eine Liste von Wörtern und Eigennamen zurückgreift und diese einen nach dem anderen ausprobiert.

Heute möchte ich dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie du etwas mehr Sicherheit in deine Passwörter bekommt.

  1. Gib deine Passwörter Niemals weiter
    Auch nicht an sehr guten Freunde. Dies ist eine der wichtigsten Regeln überhaupt. Je mehr Leute dein Passwort kennen, desto größer ist das Risiko, dass es verloren geht. Der Gelackmeierte bist immer du!
  2. Baue dir eine Merkhilfe
    Überall liest man, ein Passwort sollte aus 8 Zeichen oder mehr bestehen, wobei auch das noch ziemlich wenig ist.
    Außerdem soll es Zeichen aus mindestens drei der Kategorien Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.
    Das ist auch gar nicht so falsch, aber wer kann sich so ein Passwort merken?
    Eine beliebte Hilfe: Denke dir einen Satz aus und baue dein Passwort aus den Anfangsbuchstaben der Wörter zusammen:
    “Mein putziger Hamster Fridolin ist 2 Jahre alt und läuft 4x pro Stunde 15 Minuten in seinem Laufrad!”
    wird zu der schönen Zeichenfolge: MpHFi2Jaul4xpS15MisL!
  3. Verwende unterschiedliche Passwörter
    Leider ist man nicht davor gefeit, dass durch Angriffe oder Unvorsichtigkeit Passwörter in falsche Hände geraten.
    Verwendest du das selbe Passwort bei allen Diensten, sind in solch einem Fall gleich alle Accounts betroffen. Unterschiedliche Passwörter können hier zur Schadensbegrenzung dienen.
  4. Ändere deine Passwörter regelmäßig
    Einmal im halben Jahr ist eine angemessene Zeitspanne. Dadurch verhinderst du, dass ein unbemerkter Passwortverlust zu größeren Schäden führt.
  5. Schreibe deine Passwörter auf
    Es ist eine allgemein bekannte und akzeptierte – wenn auch selten eingehaltene – Regel, sich unter keinen Umständen Passwörter oder PIN-Nummern aufzuschreiben.
    Realistisch betrachtet ist es unmöglich sich die oben genannte Komplexität und Vielfalt an Passwörtern zu merken.
    Das Sicherheitsrisiko ist wesentlich geringer, Passwörter an einem verstecken Platz in der Wohnung abzulegen, als leicht zu merkende Kombinationen zu verwenden.
    Auf keinen Fall solltest du natürlich deine Zugangsdaten mit Post-It an den Bildschirm im Büro kleben, wo sie sämtliche Kollegen jederzeit nachlesen können.
  6. Verwende einen Passwort Safe
    Eine modernere und elegantere Art Passwörter aufzuschreiben ist der sogenannte “Passwort Safe”. Darunter versteht man eine Software zur Speicherung von Zugangsdaten. Die Daten werden verschlüsselt abgelegt und mit einem Master Passwort versehen. Der Vorteil liegt darin, sich nur noch ein einziges Passwort merken zu müssen. Das Risiko liegt auf der Hand, denn die Kenntnis dieses Master Passwortes erlaubt Zugriff auf sämtliche Zugangsdaten. Dennoch ist dies in den Meisten Fällen der beste Kompromiss aus Sicherheit und Bequemlichkeit.
    Für diesen Zweck kann ich die Software KeePass empfehlen, welche kostenlos verfügbar ist.

Tags: , , ,

Kommentar schreiben